Statement zur Lage in Thüringen

Dirk Sauerborn, Vorstandsvorsitzender der Lobby für Demokratie, gibt für den Verein das folgende Statement zur Lage in Thüringen ab:
„Und schon wieder höre ich Stimmen, die sagen: „Das ist ein Warnsignal!“ Nein, das ist es nicht! Das ist der erste ganz konkrete Schritt in eine Regierungsverantwortung der AfD.

Prof. Dr. Meuthen jubiliert in den sozialen Medien und feiert das als ersten Meilenstein. In genau (nur diesem) einen Punkt teile ich seine Meinung, das ist ein Meilenstein, und der nächste wird folgen. Die AfD kann sagen und machen was sie will, rechts, mehr rechts, ganz rechts - sie hat über ihre Parteigrenzen zu viele Abnicker, Jasager, Mitwisser, Heimlichunterstützer, dass sie, diese faschistoide Partei, kaum noch aufzuhalten erscheint.

Das geht weiter. Auch wenn Kemmerich jetzt betont, er lehne eine Kooperation mit der AfD ab. Welch absurdes Demokratieverständnis?! Mit gerade mal 73 Stimmen über der 5%-Hürde in den Landtag hineinzurutschen, sich dann mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten wählen lassen und nun vollmundig verkünden, mit der AfD wolle man nichts mehr zu tun haben.

Eine Verhöhnung demokratischen Grundverständnisses! Zum Glück gibt es nicht wenige Stimmen bei den Liberalen, die sich konsequent gegen die Haltung Kemmerichs ausgesprochen haben. Für mich gibt es nur noch einen demokratischen Weg: Er tritt zurück. Er ist so frei, das zu tun. Und es wäre demokratisch. Es wäre zumindest der Versuch, das F und das D dieser Partei zu retten."