Ein fatales Signal: Aberkennung der Gemeinnützigkeit für den VVN-BdA

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA („Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“) ist ein fatales Zeichen und eine völlig unverständliche Entscheidung. Der Verein, 1947 von Überlebenden der NS-Konzentrationslager und -Gefängnisse gegründet, setzt sich für die Verfolgten des Naziregimes ein.

Angriffe auf Menschen, die sich etwa durch das Tragen der Kippa offen zu ihrem jüdischen Glauben bekennen, nehmen bundesweit zu, ganz besonders jedoch in Berlin. Auch der Anschlag auf die Synagoge in Halle, die zahlreichen Schmierereien an und auf Gedenkstätten sowie die Schändungen jüdischer Friedhöfe und Grabmäler zeigen, wie Antisemitismus wieder ganz offen sein hässliches Gesicht zeigt.

Es ist unter allen Umständen zu verhindern, dass Institutionen, die die Menschenrechte und die Demokratie im Land schützen und stärken, durch solche Beschlüsse torpediert und ihre Arbeit dramatisch erschwert bis unmöglich gemacht wird. Welche Haltung des entscheidenden Beamten/der Beamtin der Erlass offenbart, sollte ein weiterer Punkt der hoffentlich folgenden Überprüfung sein! Wir protestieren gegen diese Sanktion.

Mehr dazu bspw. beim Tagesspiegel: "Auschwitz-Komitee protestiert gegen Beschluss des Berliner Finanzamts".